Kostenvoranschlag: die Umzugskosten voll im Griff haben

Ein Kostenvoranschlag bewahrt Sie vor bösen Überraschungen beim Umzug

Jeder Umzug erfordert eine sorgfältige Planung. Mit einem Kostenvoranschlag haben Sie alle anfallenden Umzugskosten im Blick. Außerdem ermöglicht die Übersicht einen Preisvergleich zwischen verschiedenen Umzugsunternehmen. Diese Vorkalkulation ist vergleichbar mit einem rechtsverbindlichen Angebot vonseiten des Anbieters. Sie darf bei der Endabrechnung maximal um 15 bis 20 Prozent überschritten werden. Für Sie als Auftraggeber hingegen ist der Kostenvoranschlag unverbindlich.

Diese Punkte muss der Kostenvoranschlag enthalten

Einen aussagefähigen Kostenvoranschlag kann ein Umzugsdienstleister erstellen, wenn er mit Ihnen einen Vor-Ort-Termin für die Berechnung vereinbart. Achten Sie darauf, dass die Möbelspedition ein exaktes Aufmaß vornimmt und dieses sich in der Auflistung wiederfindet. Weitere Merkmale eines Kostenvoranschlages sind:

  • eine exakte Beschreibung aller notwendigen Arbeiten
  • eine Aufstellung über die Arbeitszeit und die dafür anfallenden Arbeitskosten (Personal)
  • die Größe des Transportmittels und der zusätzlich benötigten Materialien einschließlich Materialkosten
  • zusätzlich zum Transport vereinbarte Leistungen
  • die Gültigkeitsdauer des Kostenvoranschlags

Wie Sie Kostenfallen ermitteln

Beachten Sie, dass Leistungen, die Sie verlangen und die nicht im Voranschlag stehen, hohe Zusatzkosten verursachen können. Überlegen Sie bei der Planung des Umzugs, welche Arbeiten Sie definitiv in Auftrag geben möchten. Speditionen bieten unterschiedliche Leistungen an. Diese reichen vom einfachen Transport der zerlegten Möbel in die neue Wohnung bis hin zum Verpacken des kompletten Hausrats und dem Abbau der Möbel in der alten Wohnung einschließlich deren Wiederaufbaus im neuen Domizil.

Angaben prüfen: Wer verpackt, haftet für Schäden

Wenn Sie Ihren Hausrat selbst verpacken, kann das Transportunternehmen für Schäden, die während des Transports an verpacktem Material entstehen, nicht haftbar gemacht werden. Übernimmt die Spedition das Verpacken, sind Sie auf der sicheren Seite und können alle Beschädigungen geltend machen. Für Schäden am Transportgut, das ausschließlich von dem Umzugsunternehmen bewegt wird (Möbel), haftet die Versicherung der Spedition in vollem Umfang. Das gilt ebenso für eventuelle Beschädigungen innerhalb der Wohnung oder des Treppenhauses an Wänden, Fußböden, Türen oder Treppengeländern.

Am Kostenvoranschlag seriöse Anbieter erkennen

Wie in jeder Branche gibt es bei Umzugsdienstleistern sogenannte "schwarze Schafe". Woran erkennen Sie, ob es sich bei dem Anbieter um eine seriöse Möbelspedition handelt? Achten Sie vor allen Dingen auf die folgenden Punkte:

  • Aus Inseraten ist neben der Telefonnummer die gesamte Firmenanschrift ersichtlich.
  • Ein Vor-Ort-Termin ist selbstverständlich. Angebote, die ein Spediteur ohne Aufmaß unterbreitet, sind in der Regel nicht aussagekräftig.
  • Einen Kostenvoranschlag erhalten Sie von Anbietern gewöhnlich kostenlos.
  • Die Dauer, für die sich das Unternehmen an den Kostenvoranschlag bindet, beträgt mindestens vier Wochen. Üblich sind in der Branche eher sechs Wochen.
  • Kalkuliert ein Anbieter lediglich die anfallenden Kosten pro Stunde, verstößt er damit gegen den lauteren Wettbewerb.

Eine sogenannte Umzugsliste stellt eine solide Berechnungsgrundlage für einen Kostenvoranschlag dar. Der Spediteur erstellt sie bei der Besichtigung des Transportguts. Sie ermöglicht der Spedition, die Anzahl der Kubikmeter an anfallendem Transportgut zu berechnen, das transportiert werden soll. Vereinbaren Sie mit dem Transporteur auf der Grundlage des Voranschlags idealerweise einen Festpreis für Ihren Umzug. Das Unternehmen ist daran in jedem Fall gebunden und darf diesen Preis keinesfalls überschreiten.

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